20 Jahre Photoshop

20 Jahre Photoshop

Apr 9, 2010

Im analogen Zeitalter war die Bildbearbeitung schwieriger, als heutzutage. Nichtsdestotrotz hielt dies auch damals die Menschen nicht von der Manipulation von Bildern ab. Aufnahmen von UFOs oder dem Monster von Loch Ness sind nur die populärsten Beispiele für frühere Bildmanipulationen. Zudem sollten Bildmanipulationen früher vor allen Dingen die Menschen absichtlich täuschen, indem man eben Objekte in das Foto kopierte oder entfernte. Doch auch reale Fotos mussten sich oft den Vorwurf der Fälschung gefallen lassen.

Natürlich wird heutzutage auch noch Bildmanipulation mit der Absicht zur Täuschung betrieben und zwar mit Sicherheit in einem größeren Umfang, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Schuld daran ist die Digitalisierung der Fotografie und das Fortschreiten der technischen Vorraussetzungen, die eine nachträgliche Bildbearbeitung immer mehr vereinfachten. Inzwischen ist man ziemlich skeptisch geworden, wenn einem in den Nachrichten oder im Internet Bilder präsentiert werden, da man als normaler User nicht direkt nachprüfen kann, ob das Bild original oder verfremdet ist.

Zu „verdanken” haben wir dies vor allem einem Programm, welches 2010 seinen 20ten Geburtstag feiert und zu einem Synonym für Bildbearbeitung geworden ist: Photoshop. Dabei hat das Programm klein und unspektakulär angefangen. Thomas Knoll schrieb 1987 seine Dissertation über  redigitale Bildverarbeitung. Nebenbei entwickelt er zum Zeitvertreib ein von ihm mit „Display” betiteltes Programm. Es soll auf seinem Schwarz-Weiß-Monitor Bilder mit Graustufen darstellen können.

Sein Bruder drängte ihn dann zu einer Erweiterung des Programmes für Farbmonitore und half auch beim Programmieren. Er war nämlich bei der Effektschmiede ILM tätig und sah in der Software großen Nutzen. So konnte das Programm auch direkt unter realen Bedingungen getestet werden und 1990 wurde unter der Lizenz von Adobe das erste Photoshop vertrieben.

Bild: Screenshot Photoshop 6.0