Jun 27, 2010
Zur Jahrtausendwende setzten sich Digitalkameras immer mehr durch. Die Preise fielen, die Geräte wurden handlicher und der PC hatte sich auch schon seit längerem in den Arbeitszimmern eingenistet. Einziger Wermutstropfen aus heutiger Sicht, war der damals noch recht teure Speicher. Noch 2007 haben Sie für eine SD-Karte mit 1 GB Speicher z. T. 20 Euro bezahlt. Dafür bekommen Sie 2010 problemlos eine 8 GB umfassende SD-Karte.
Doch selbst damals war der Speicher trotz des Preises komfortabler, als der ständige Filmwechsel. Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie im Urlaub immer wieder die kleinen Plastikröllchen mit den Filmen mit sich herumgeschleppt haben? Und wissen Sie noch, wie Sie grundsätzlich beim Filmwechsel immer erst ein Plastikbehälter geöffnet haben, der schon einen vollen Film enthielt?
All diese Probleme lagen mit einer digitalen Kamera hinter einem, der Speicher reichte in der Regel bequem für den Urlaub aus, heutzutage haben die meisten Reisenden auch ein mobiles Gerät wie Note- oder Netbook dabei und können somit die Bilder am Ende des Tages direkt auf die Festplatte überspielen. Auf den Festplatten blieb auch zunächst der größte Teil der digital geschossenen Bilder.
Fuji führte 2003 eine Studie zum Fotografieverhalten analoger User vs. digitaler User durch und kam zu dem Schluss, dass letzerer dreimal mehr Fotos mit der Kamera macht, als sein analog fotografierendes Pendant. Jedoch entwickelte der digitale Fotograf nicht 100 Prozent der Bilder, sondern lediglich 23 Prozent. Dennoch rechnete Fuji schon 2003 mit einer Milliarde gedruckter Bilder von digitalen Vorlagen. Ein Wert, der heute noch höher liegen dürfte.
Bild: Peter Hebgen / pixelio.de