Apr 1, 2011
Digitale Spiegelreflexkameras sind zwar nicht mehr nur das Handwerkszeug von Profifotografen, aber digitale Kompaktkameras sind auf dem Markt weiterhin der Verkaufsschlager. Die Preise purzeln schließlich schon seit langem regelmäßig unter die magische 100 Euro Grenze, doch in gleichem Umfang steigt auch die Megapixelzahl an den Digitalkameras. Eigentlich eine positive Randerscheinung, mag der unbedarfte Laie meinen. Doch die hohen Megapixelzahlen sind Gift für die handlichen Kameras.
Es wird nur mit Megapixelzahlen geworben
Handliche Digitalkameras werden fast ausschließlich mit der Megapixelzahl beworben, einziges anderes Merkmal ist oft nur der optische Zoom. Durch diesen Hype nach immer höheren Megapixelzahlen hat sich ein Teufelskreis entwickelt. Da eine kompakte Canon Digitalkamera sich in Konkurrenz einer Panasonic Lumix nicht mit Argumenten wie bessere Linse, stabiles Gehäuse, Bildprogramme etc. verkaufen lässt, muss die Megapixelzahl herhalten. Selbst bei Handykameras wird schon an zweistelligen Megapixelzahlen gearbeitet, obwohl 5 – 8 Megapixel voll ausreichen würden. Bei kompakten Digitalkameras übrigens auch.
Die Bildsensoren werden immer kleiner
Um die hohe Megapixelzahl voll ausnutzen zu können, braucht die Kamera einen entsprechenden Bildsensor. Digitale Spiegelreflexkameras haben einen solchen entsprechend großen Bildsensor, so dass die zweistelligen Megapixelzahlen spielend bewältigt werden können. Bei kompakten Digitalkameras sind die Bildsensoren aus Kostengründen in den letzten Jahren jedoch stetig verkleinert worden. Somit können diese die Megapixelzahlen gar nicht verarbeiten. Das Resultat sind verrauschte Bilder, gerade bei Kunstlicht oder Dunkelheit. Jetzt müssen Sie aber nicht im Netz verzweifelt nach gebrauchten Kameras mit einer geringen Megapixelzahl Ausschau halten. Stattdessen können Sie bei einer neuen Kamera manuell die Auflösung der Bilder reduzieren. Dadurch reduziert sich das Rauschen oder verschwindet ganz.
Bild: Pierre Bauduin CC-BY-SA 3.0
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